Urban Values
In der Diskussion um die Transformation der Innenstädte drehen sich viele Debatten immer wieder um die gleichen Schlagworte: Immobilienstrategien, Mixed-Use-Konzepte, neue Retail-Ideen, Aufenthaltsqualität, Begrünung, Gastronomie und Eventisierung.
Das neue Format Urban Values stellt eine andere, viel grundlegendere Frage:
Warum funktioniert Innenstadt für viele Menschen nicht mehr und was hat sich in ihnen verändert?
Die Krise der Innenstädte ist nicht nur eine wirtschaftliche oder städtebauliche Krise. Sie ist auch eine gesellschaftliche und emotionale Krise. Spätestens seit der Corona-Pandemie hat sich unser Alltag tiefgreifend verändert, nicht nur in Bezug auf Konsumverhalten oder Mobilität, sondern vor allem im menschlichen Zusammenleben.
Corona hat Spuren hinterlassen: Wir erleben mehr Angst, mehr Misstrauen, mehr Rückzug und Vereinsamung. Gleichzeitig hat sich die Gesellschaft spürbar polarisiert. Viele Menschen wirken erschöpft, überfordert oder schlicht weniger bereit, sich auf andere einzulassen. Begegnungen sind seltener geworden, spontane Gemeinschaft hat an Selbstverständlichkeit verloren. Die Innenstadt ist dadurch nicht nur leerer geworden, sie ist für viele auch emotional weniger attraktiv.
Urban Values setzt genau hier an. Das Format steht für die Überzeugung, dass Innenstadtentwicklung nicht allein durch neue Konzepte, Nutzungen oder Architektur gelingt. Transformation kann nur dann funktionieren, wenn wir verstehen, welche Werte, Bedürfnisse und Sehnsüchte Menschen heute wirklich bewegen. Urban Values ist damit eine Einladung, Stadt nicht nur als Raum zu planen, sondern als sozialen Ort neu zu denken.
Es geht um die zentrale Frage: Was brauchen wir, um Menschen wieder zusammenzubringen?
Nicht als Marketingbotschaft, sondern als echte Grundlage für die Zukunft unserer Innenstädte.
Urban Values – Stärkung von Mittel und Kleinstädten zur Fachkräftegewinnung
Ausgangslage – Worum geht es?
Viele Mittel- und Kleinstädte stehen aktuell vor zentralen Herausforderungen:
- Zunehmender Leerstand und Qualitätsverlust in den Innenstädten
- Fachkräftemangel in Verwaltung und Wirtschaft
- Sinkende Attraktivität der Innenstadt als Wohn- und Aufenthaltsort
- Fehlende digitale Werkzeuge zur Aktivierung von Wohn- und Gewerbeflächen
- Geringe Beteiligung der Bürgerschaft an stadtentwicklungsrelevanten Prozessen
Diese Entwicklungen gefährden die Funktionsfähigkeit vieler Städte als Wirtschafts-, Wohn-, Lebens- und Begegnungsräume.
Zielsetzung
Ziel des Projekts Urban Values ist es, Städte als attraktive Wohn-, Lebens- und Arbeitsorte mit starken sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen zu positionieren.
Bürgerinnen und Bürger sollen sich stärker mit ihrem Lebensort identifizieren und aktiv an dessen Entwicklung mitwirken. Das Konzept setzt auf ein starkes Miteinander. Gemeinsam mit engagierten Unternehmen, Institutionen, Vereinen und Kulturschaffenden wird der Lebens- und Arbeitsstandort sichtbarer und lebendiger gestaltet.
Unternehmen sind dabei nicht nur Unterstützer, sondern aktive Partner in einem Netzwerk, das Strahlkraft entwickelt, Fachkräfte anzieht und nachhaltigen Mehrwert für die Region stiftet.
Zur Förderung der Beteiligung und Sichtbarkeit hat die Urban Values GmbH ein innovatives Konzept entwickelt, das Menschen motiviert, ihre Stadt als ganzheitlichen Lebens-, Arbeits- und Gestaltungsraum zu erleben.
Handlungsfelder und Wirkungen
Stärkung der lokalen Wirtschaft
- Lokale Arbeitgeber werden im Wettbewerb um Fachkräfte sichtbarer positioniert.
- Rekrutierung und Bindung von Fachkräften werden gezielt unterstützt.
- Der Branchenmix und die wirtschaftliche Vielfalt werden langfristig gesichert.
Einbindung von Vereinen und Kulturschaffenden
- Lokale Initiativen, Vereine und kulturelle Akteure werden stärker sichtbar gemacht.
- Integration, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Prävention werden gefördert.
Steigerung der Attraktivität für Besucher
- Besucher werden angeregt, mehr Zeit in der Stadt zu verbringen.
- Die Vielfalt des kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens wird zugänglich und erlebbar gemacht.
Bezug zu aktuellen Empfehlungen und Strategien
Das Konzept steht im Einklang mit aktuellen Empfehlungen zur Innenstadtentwicklung, etwa jenen des Beirats Innenstadt (Februar 2025).
Darin wird gefordert, Innenstädte als Orte des Mitmachens, der Begegnung und der Identifikation neu zu denken.
Innenstädte sind das Herz der Stadt – Orte, an denen Menschen sich begegnen, Ideen austauschen, Geschäfte und Dienstleistungen finden, Kultur erleben und gesellschaftliche Teilhabe praktizieren.
Diese multifunktionale Vernetzungsrolle gilt es zu stärken, indem Bürgerinnen und Bürger zu Akteuren und Botschaftern ihrer Stadt werden.
Das Konzept Urban Values bietet dafür eine geeignete Plattform:
- Es fördert Mitgestaltung und Verantwortungsbewusstsein.
- Es schafft Räume für Kooperation zwischen öffentlicher Hand, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
- Es unterstützt langfristig die Entwicklung zu einem „Reallabor Innenstadt“.
Finanzierung und Verstetigung
Für eine erfolgreiche Innenstadtentwicklung bei begrenzten kommunalen Ressourcen braucht es eine Mischfinanzierung aus öffentlichen und privaten Mitteln. Das Konzept setzt auf öffentlich-private Partnerschaften, um finanzielle Mittel zu bündeln, Synergien zu schaffen und Innovationspotenziale zu nutzen.
Urban Values versteht Stadtentwicklung als gemeinschaftlichen Prozess.
Es geht um mehr als wirtschaftliche Stabilisierung – es geht um Identität, Teilhabe und Zukunftsfähigkeit.
Das Konzept bildet den strategischen Startpunkt für eine neue Form urbaner Kooperation, die dem gesellschaftlichen Auseinanderdriften entgegenwirkt und lokale Kräfte bündelt.
„In einer Zeit der Beschleunigung braucht es Orte mit Seele – lebendige Städte entstehen dort, wo Menschen sich selbst und einander wieder begegnen.“
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